Leiser Chef für laute Truppe
- Artikel vom:
- 22.06.2011
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Enno Pfaff übernimmt »Yeti«-Vorsitz von Jochen Sigg
Stockach (sw). Der neue Chef der lautstarken Truppe ist ein Mann der leisen Töne. Enno Pfaff spricht ruhig, überlegt, bedächtig. Kein Heißsporn, eher der Denker. Genau, das was die »Yetis« nun brauchen. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der musikalischen Fellträger wurde der bisherige Vize zum ersten Vorsitzenden und damit zum Nachfolger von Jochen Sigg gewählt. Der 27-jährige Sonnyboy war sechs Jahre lang an der Spitze der »Yetis« gestanden, hatte auch das geniale 20-jährige Jubiläum 2007 organisiert und wollte nun aufhören. Aus beruflichen Gründen, wegen Zeitproblemen und aufgrund des im nächsten Jahr anstehenden Jubiläums. Die Organisation, so Jochen Sigg, sei ein Riesenakt und dafür könne er wegen anderer Verpflichtungen nicht mehr die Hauptverantwortung übernehmen. Mit 21 Jahren hatte er den »Yeti«-Vorsitz von Thomas Biberle übernommen. Etwas blauäugig, aber sehr fähig. Damals auch mit der Option, junge Mitglieder zu werben und den Nachwuchs zu puschen. Das wurde geschafft - 70 Aktive sorgen bei der Musiktruppe für den richtigen Sound. Und nun übernimmt mit Enno Pfaff ein Mann das Ruder, der nach eigenen Angaben die »Abgeklärtheit eines höheren Alters« mitbringt. 42 Jahre ist der Logistikgleiter bei der Stockacher Firma »Dandler« alt, er spielt Saxophon, hat zwei Kinder, ist mit Stockach eng verwurzelt und seit dem Anfangsjahr 1987 bei den »Yetis«.
Die große Revolution will er nicht anzetteln. Das Erreichte möchte er bewahren - mit der Organisation der »Yeti«-Party zum Straßenfest des »Schweizer Feiertags« am Samstag, 2. Juli, dem Weihnachtsspielen, der Vorbereitung der nächsten Fasnet und dem Jubiläum hat er genug zu tun. Wie die Fete zum 25-jährigen Bestehen aussehen wird, weiß er noch nicht genau. Im November 2012 soll sie über die Bühne gehen, etwas Besonderes soll sie werden, und einige Ideen spuken ihm im Kopf herum. Auch um das Vereinsheim muss er sich kümmern. Denn das gibt es gar nicht. Die »Yetis« sind heimatlos, haben ihr Equipment provisorisch in Eigeltingen gelagert, ein Raum zum Proben fehlt. Groß genug sollte er sein, mit Küche und Sanitäreinrichtungen, erschwinglich und ein wenig abseits gelegen, damit die Nachbarn nicht in ihrer Ruhe gestört werden. Enno Pfaff hat das Ruder nicht übernommen, weil er eine 180-Grad-Kehrtwendung einleiten möchte. Er fühlte sich geeignet für den Posten, ist motiviert und wollte die Lücke schließen, die Jochen Sigg hinterließ. Wird es unter seiner Ägide Frauen in den rein männlichen »Yeti«-Reihen geben? Nun ja, meinen Jochen Sigg und Enno Pfaff einstimmig, bewerben kann sich eine Frau gern. Doch die Mitglieder stimmen dann über eine Aufnahme ab.



















